Chausseestraße 123

1907 wurde hier das Atelier der Deutschen Bioscop GmbH gegründet. Das Atelier unterm Glasdach des Hinterhauses ist ganz 9 mal 6 Meter groß, kann aber mit Hilfe einer Drehfläche auf sage und schreibe 132qm ausgweitet werden. Ab 1909 arbeitete hier der später berühmt gewordene Filmpionier, Techniker und Kameramann Guido Seeber . 1911 entstehen hier neben einer Reihe kleiner, die ersten acht großen Asta Nielsen-Filme. Nachdem die Bioscop 1912 in ihre neuen Ateliers nach Potsdam-Babelsberg gezogen ist, nutzen verschiedene Firmen das Atelier in der Chausseestraße 123: die Continental-Filmkunst von 1912-1918, die Argus-Film GmbH 1918-1920, die Nobody Film GmbH 1921, die Boheme-Atelier GmbH von 1922-1926 offensichtlich mit Promo-Film GmbH und Karlchen-Film GmbH 1925 als Untermietern, und schließlich die Commerz-Film, Heydemann & Schwärzel bis 1934.

Gleich nebenan befindet sich das Bert Brecht - Zentrum und der Dorotheenstädtische Friedhof, auf dem viele prominente Berliner beerdigt liegen: John Heartfield, Heinrich Mann, Erich Engel, Helene Weigel und eben auch Bertolt Brecht.

Großes Bild Chausseestraße 123

 

Titelseite

 

Streifzug 3