Asta Nielsen

Asta Nielsen


war mit dem1879 in Kopenhagen geborenen Dramatiker Peter Urban Gad, verheiratet, der dann zwischen 1910 und 1918 auch ihr Drehbuchautor und Regisseur war. In diesen Jahren begann sie zunächst in der Chauseestraße 123 in Berlin Filme zu drehen und zu einem der ersten deutschen Filmstars zu avancieren.

"Den Schritt aus der Primitivität von Flucht und Verfolgung in die Filmkunst übernahm jedoch nicht Berlin-Tempelhof, sondern Kopenhagen. Dänemark schenkte der Welt den ersten Filmstar, die schmale, rassige Asta Nielsen mit den großen, brennenden schwarzen Augen und der Pagenfrisur. Die unbekannte Dänin überspielte mit ihren Filmen den Weltruhm der französischen Tragödin Sarah Bernhardt," schwärmte Walter Kiaulehn. Doch schon 1925 im deutschen Stummfilm 'Die freudlose Gasse' spielte ihr die Schwedin Greta Garbo unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst den Rang ab.

1946 schien der Ruhm ihrer Stummfilmerfolge mit 'Abgründe', 'Engelchen', 'Rausch' und vielen anderen längst vorüber, als Asta Nielsens Autobiographie 'Die schweigende Muse' heraus kam. Sie lebte wieder in Kopenhagen und arbeitete an Bildcollagen, als ihr Mann 1964 starb und ihre Tochter Jesna sich wenige Monate später das Leben nahm, findet die fünfundachzigjährige neuen Lebensmut in der Bekanntschaft mit dem siebzigjährigen Galeristen Christian Theede. Nach einem überstandenen Herzinfarkt vermählt sich Asta Nielsen im Januar 1970 mit Christian Theede - zwei Jahre später stirbt sie.

Von deutschen Cineasten sehr verehrt ist ihr Ruhm heute weit wieder größer als vor fünfzig Jahren.

1997 erschien im Berliner Jovis Verlag, von Bärbel Dalichow und Allan O. Hagedorff herausgegeben: " Liebe mit achtzig. Asta Nielsen - Christian Theede, Briefe:"

 

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