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Peter Lorre wurde als Kaufmannssohn Ladislav Loewenstein am 26. Juni 1904 im ungarischen Rószahegy geboren. Seine schauspielerische Laufbahn führte über Wien, Breslau und Zürich nach Berlin, wo ihn zunächst 1929 Bertolt Brecht für das Theater entdeckte und als Fabian in Marieluise Fleißers 'Pioniere in Ingolstadt' einsetzte. "Ein neues Gesicht war da, ein fürchterliches Gesicht: der hysterische Kleinbürgerssohn, dessen glotzäugiger, schwammiger Kopf gelblich aus dem Anzug quillt; wie dieser Bursche zwischen Phlegma und hysterischem Ausbruch taumelt, wie er zage geht und greift und manchmal gierig zutapst, das werden auch Ältere als ich kaum so unheimlich auf dem Theater erblickt haben. Dieser Mensch heißt Peter Lorre. Wenn er auch andere Gestalten so deckend darstellen kann, ist hier ein Schauspieler ersten Ranges," schrieb Kurt Pinthus am 2.4.1929 im Berliner 8-Uhr-Abendblatt Fritz Lang wiederum entdeckte Lorre in dieser Rolle für den Film und engagierte ihn für die Hauptrolle von 'M - Eine Stadt sucht einen Mörder' UA 11.5.1931, dem ersten deutschen psycho-logischen Kriminal- Tonfilm, der ein Welterfolg und Lorres internationaler Durchbruch wurde. Lorres Gegenspieler, der Boß der Unterwelt war hier Gustaf Gründgens, dessen Organisation bemüht um die Ganovenehre, sich an der Jagd nach dem intelligenten, kinderschänderischen Triebverbrecher beteiligte. Im November- Dezember 1931 spielte Peter Lorre den moralisch verkommenen Tunichtgut Alfred in Ödön von Horváths 'Geschichten aus dem Wiener Wald' im Deutschen Theater unter der Regie von Heinz Hilpert. Nach der Triebverbrecher-Rolle in 'M-Eine Stadt sucht einen Mörder', konnte sich Lorre in den USA wenn überhaupt, nur schwer von dem ihm nun anhaftenden Rollenklischee des brutalen, zynischen, psychisch gestörten, lauernden Verbrechers frei machen, war wie die meisten aus Deutschland nach Hollywood kommenden Schauspieler - mann denke an Gert Fröbe und andere Gegenspieler von James Bond - der Bösewicht vom Dienst. Immerhin war er zum Glück über Wien, Paris und London den Nazis nach Amerika entkommen, wo er mit Humphrey Bogart befreundet, auch neben diesem mit Curt Bois und Ingrid Bergman in 'Casablanca' spielte. Ein Comeback-Versuch im Nachkriegs-Deutschland scheiterte. Am 23. März 1964 starb Peter Lorre erst 59jährig an einem Herzschlag in seiner Wohnung in Hollywood. (weiterführende Literatur: CineGraph Lexikon - auch über Kinolink ) |
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