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Margo Lion 29. Februar 1900 - 25. Februar 1989, debütierte im November 1923 an Trude Hesterbergs Wilder Bühne als Kabarettsängerin, mit dem, von ihrem zukünftigen Gatten, Marcellus Schiffer geschriebenen Chanson 'Die Linie der Mode'. Im Berliner Kabarett und Revuetheater tätig, avancierte Margo Lion schnell zur lokalen Berühmtheit. Ihr Gesangstil beeinflußte auch die sich im Laufe jener Jahre emporarbeitende Marlene Dietrich, die später darüber schrieb: "Ich bewunderte Margo Lion und hörte jeden Abend ihren Liedern zu, versteckt in den Kulissen. Natürlich liebte ich 'L`heure bleu', aber noch mehr liebte ich 'Die Braut' ... Die große Margo Lion wollte ein Lied mit mir singen ... eine Parodie auf die Dolly Sisters ... 'Wenn die beste Freundin, mit der besten Freundin' ... das Lied wurde der große Erfolg der Revue." Die Dietrich schreibt hier über die Revue 'Es liegt in der Luft' von Marcellus Schiffer und Mischa Spoliansky, die am 15. Mai 1928 in Max Reinhardts Berliner Komödie ihre Premiere erlebte. Im Tonfilm debütierte sie als Jenny in der französischen Version von Pabsts 'Dreigroschenoper', vor deren Premiere erschien ein weiterer Film mit Margo Lion 'Ich geh` aus und du bleibst da' UA 10.4.1931 in dem auch Camilla Horn und Max Gülstorff mitspielten.Unter anderen folgten '24 Stunden aus dem Leben einer Frau' 12.10.1931 mit Henny Porten und 'Die Koffer des Herrn O.F.' 2.12.1931, den außer interessanten Mitspielern wie Alfred Abel und Peter Lorre eine politische Geschichte auszeichnet. Nach dem Selbstmord Marcellus Schiffers ging Margo Lion nach Paris, wo sie zunächst als Brecht-Sängerin Furore machte, bevor sie von 1934-39 Charakterrollen in französischen Filmen spielte. Während der deutschen Besetzung Frankreichs kann Margo Lion im freien Teil des Landes Unterschlupf finden und sich mit kleinen Auftritten 'über Wasser halten'. Nach 1946 nimmt Margo Lion schon bald einen festen Platz als Schauspielerin im französischen Film und Fernsehen ein. In Berlin trat sie letztmalig am 7.9.1977 im Renaissance-Theater auf. Im Rahmen der Berliner Festwochen unter dem Titel 'Es liegt in der Luft' sang sie da ihre alten-neuen Chansons, begleitet von Mischa Spoliansky am Klavier.
(Ausführlichen Text:
Marcus Bier: 'SCHAUSPIELERPORTRAITS
- 24 Schauspieler um Max Reinhardt',
Edition Hentrich, Berlin 1989,
ISBN 3-926175-44-3) |
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