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Leopoldine Konstantin *1886 oder 1890 -1965 galt im Berliner Theaterleben seit 1910 als "heitere Grazie des Salons". In abgewandelter Form spielt sie diesen Typus auch in Max Reinhardts Stummfilm 'Insel der Seligen' 1913 . Leopoldine Konstantin war nur in einigen Stummfilmen zu sehen, unter anderem in 'Weltbrand - Christian Wahnschaffe, 1.Teil' 1920 unter der Regie von Urban Gad. 1924 hatte "ihre Maria Stuart [im Wiener Deutschen Volkstheater] großes imponierendes Format, edle Leidenschaft [...]", so avancierte die Konstantin in die Reihe der Heroinen. Unter der Regie von Erich Engel in Georg Kaisers 'Kolportage' 1929 errang sie das Lob Alfred Kerrs: "Die Leopoldine Konstantin wächst über das Stück zu andrem Gefild: ein im Kern werthaltiger Mitmensch. Uneitel und haftend [...]" Sie spielt im frühen deutschen Tonfilm beispielsweise unter der Regie von Reinhold Schünzel, Carl Boese oder Gerhard Lamprecht, neben Gustav Waldau, Jakob Tiedtke, Theo Lingen, Emil Jannings, Alfred Abel, Max Gülstorff, Marika Rökk und Hans Söhnker. Von 1924-37 (?) verheiratet mit dem in Wien lebenden ungarischen Ministerialrat und Autor Géza Herczeg , der 1934 als Drehbuchautor nach Hollywood geht, emigriert auch Leopoldine Konstantin 1935 nach Wien und 1938 von dort in die USA. Nach intensivstem Sprachstudium erlangt sie dort als Fernseh- und Filmschauspielerin neuen Ruhm, der in der Rolle der Mrs. Sebastian in Alfred Hitchcocks 'Notorius' USA 1946 gipfelt.
Nach dem zweiten Weltkrieg nach Wien zurückgekehrt, nimmt
die Konstantin ihre Gastspieltätigkeit wieder auf. Die einstige
'Dame von Welt' spielt nun 'skurrile Alte'. In den 50er Jahren
ist Sie mit Lesungen auch für den Rundfunk tätig. Dann,
nach Jahren der Zurückgezogenheit stirbt Leopoldine Konstantin
am 14.12.1965 in Hitzing bei Wien.
Ausführlichen Text siehe: |
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