Louise Brooks

 

Louise Brooks

wurde am 14. November 1906 in Cherryvale (Kansas) geboren. Nach Tanzunterricht begann sie 1921 in New York, wo sie vier Jahre später ein Engagement an die 'Ziegfeld Follies' erhielt und im selben Jahr beim Film debütierte. 1926 erhielt sie einen Fünfjahresvertrag von der Paramount, spielte in zahlreichen Komödien und avancierte schnell zu einem populären Flapper, zu deutsch Backfisch. 1928 spielte sie in Howard Hawks Komödie 'A Girl in every Port' ('In jedem Hafen eine Braut' , der am 11.1.1974 auf BR III zu sehen war) die Französin Mam`selle Marie Godiva, in dieser Rolle entdeckte sie Georg Wilhelm Pabst und engagierte sie nach Berlin. Unter der Regie von Pabst spielte Louise Brooks die Lulu in 'Die Büchse der Pandora' und die frühreife Apothekerstochter Thymian, die im 'Tagebuch einer Verlorenen' UA 15.10.1929 dem Schurken des deutschen Stummfilms, Fritz Rasp zum Opfer fällt. Pabst begann noch das Drehbuch, führte dann aber nicht Regie bei dem in Frankreich zwischen 1929 und 1932 mit Louise Brooks entstandenen - und somit vom Stummfilm zum Tonfilm umgearbeiteten - 'Preis der Schönheit', der in Deutschland unter dem Titel 'Miss Europa' ins Kino kam.

Nach Auseinandersetzungen mit der Paramount endete die Filmkarriere von Louise Brooks bereits 1931. Zwischen 1936 und 1938 bekam sie noch mal vier kleine Rollen, ansonsten tanzte sie in Night Clubs, arbeitete fürs Radio und schließlich als Verkäuferin. In den sechziger Jahren begann die Brooks filmpublizistisch - vor allem über ihre Atelier-Erfahrungen in Hollywood und Berlin - zu arbeiten. 1973 entstand ein Dokumentarfilm fürs Fernsehen 'A Conversation with Louise Brooks'. 1982 erschienen ihre Memoiren, 1983 in München die deutsche Ausgabe: 'Lulu in Berlin und Hollywood'.

Sie starb am 8. August 1985 in Rochester im Bundesstaat New York.

Weiterführende Texte siehe: Joachim Reichow, Michael Hanisch: Filmschauspieler A-Z, Henschelverlag Berlin 1989, S.82f .......oder auch:.......... Kinolinks)

 

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