Bois als Kind

Bois als Tante

Curt Bois

wurde am 5. April 1901 in Berlin geboren und debütierte bereits 1908 in der Operette 'Der fidele Bauer' im Theater des Westens. Mit der Verfilmung der Operette debütiert Bois im folgenden Jahr auch im Stummfilm. Wahrscheinlich werden die ersten Filme mit Curt Bois im Atelier von Oskar Meester in der Blücherstraße gedreht. Unter der Regie von Heinrich Bolten-Baeckers spielt Kurt Bois für Duskes Kinemato-graphen- und Film-Fabriken GmbH in Filmchen wie 'Klebolin klebt alles'.

Bis 1920 tingelt Bois durch Deutschland, Österreich, Ungarn und die Schweiz, tritt als Humorist in Kabaretts und Varietés auf. 1925 gelingt ihm unter der Regie von Heinz Hilpert der Durchbruch als Charakterkomiker. Erfolgreich auf der Bühne und im Film gibt Bois 1932 sein Debüt als Filmregisseur. Er imigriert über Prag, Wien, Paris und London nach New York. Mangelnde Rollenangebote auf der Bühne treiben ihn nach Hollywood, wo er in kleinen Rollen in über vierzig Filmen spielen kann. Beispielsweise spielt Bois neben Humphrey Bogart, Ingrid Bergman und Peter Lorre einen Taschenspieler in Michael Curtiz 'Casablanca'. 1950 kehrte Bois nach Deutschland zurück, nach 1954 seinen Wohnsitz in West-Berlin, wurde 1959 Mitglied des Schillertheaters. In den sechziger Jahren wirkte er in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Schließlich sah man ihm in Wim Wenders 'Himmel über Berlin' als alten, umherirrenden, den Potsdamer Platz suchenden Mann.

(Ausführlicher Text siehe: "Curt Bois" , Retrospektive 33. Internationale Filmfestspiele Berlin, hrsg. Stiftung Deutsche Kinemathek , Berlin 1983 siehe auch: CineGraph - Lexikon zum deutschsprachigen Film ).

 

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