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Carl Boese begann 1918 Filme für die Deutsche Kolonialfilm GmbH mit Unterstützung des Reichskolonialamtes zu drehen. 1919 drehte er 'Die Tänzerin Barberina' in der Otto Gebührs Karriere als ewiger Doppelgänger Friedrich II. ihren Anfang nahm. Ein Jahr später drehte Boese dann mit Paul Wegener die zweite und noch erhaltene Golem-Version 'Der Golem, wie er in die Welt kam' (UA 29.10.1920). Anfang der 30er Jahre war Boese Regisseur volkstümlicher Schwänke wie 'Der Frechdachs', aber auch zahlreicher Militär-schwänke wie 'Der Schrecken der Garnison' 1931 und 'Annemarie, die Braut der Kompanie' 1932. Ab 1935 war Carl Boese der erste Intendant des nationalsozialistischen Fernsehsenders 'Paul Nipkow'. Unter Boeses Regie entstanden 'Abenteuer in Warschau' 1937, 'Hallo Janine' 1939 mit Marika Rökk, eine ganze Serie derber Liebeschwänke 'Heiraten - aber wen?' 1938, 'Drei Väter um Anna' mit der jungen Ilse Werner 1939, 'Polterabend' 1940, 'Hochzeitsnacht' 1940/41 und 1943/44 pünktlich zum Untergang der Ufa 'Das Hoch-zeitshotel'. Buch und Regie führte Boese bei 'Alles für Gloria' 1941, 'Und die Musik spielt dazu' 1943, 'Der Posaunist' 1945 und bei 'Beate' 1948 - womit dann auch schon gesagt ist, daß Boese seine Karriere trotz Nazifunktion nach 1945 uneingeschränkt fortsetzten konnte. Er führte unter anderem Regie bei 'Wenn Männer schwindeln' 1950, 'Der Onkel aus Amerika' 1952, 'Frauen, Filme, Fernsehfunk' 1953 und bei 'Vater macht Karriere' 1956. (Weiterführende Texte siehe: 'Cinegraph - Lexikon zum deutschsprachigen Film' und Prof. Dr. Hickethier / Marcus Bier : 'Militärschwänke im Kino der zwanziger Jahre', in: 'Mediengeschichte des Films III', Hrsg. Prof. Dr. Harro Segeberg, Fink Verlag, München 1998 ). |
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