gr.Bild PAGU Glashaus Tempelhof

Glashäuser:

Oskar Messters 25qm großes Dachatelier in der Friedrichstraße 16 ist wohl das erste Berliner Film-Glashaus gewesen.

Zum PAGU-Atelier in der Oberlandstraße 26 ist in der Licht-Bild-Bühne1913 zu lesen: "Am südlichen Rande des Tempelhofer Feldes, dort, wo über die Gleise der Ringbahn hinweg bisher die militärische Wüste in eine bürgerliche Wüste überging, beginnt jetzt neues Leben sich zu regen. Es scheint, daß dort ein Industrieviertel aus den mehr oder weniger grünen Feldern emporwachsen soll. Am weitesten in die Wüste vorgeschoben ist vorläufig ein Komplex, der einer der neumodischsten Fabrikationen gewidmet ist. Wenn man von der Tempelhofer Chaussee herkommt, sieht man schon aus weiter Ferne zwei seltsame Gebilde emporragen, die wie riesenhafte Vogelkäfige aussehen. Es sind zwei hochgelegene, sehr große Hallen, die vollkommen von Glaswänden eingeschlossen sind und auch ein gläsernes Dach haben. Frei kann von allen Seiten das Licht hier hineinfluten (...) Bei der Besichtigung des neuen Atelierhauses der Filmgesellschaft Literaria [siehe Alfred Duskes] - das Nachbarhaus, das der PAGU gehört, ist [Mitte Juni 1913] noch nicht vollendet - konnte man gleichzeitig sehen, eine wie große Anzahl von Räumen und Apparaten notwendig ist, um gute Films herzustellen."

(Ausführlichen Text siehe: Marcus Bier: 'Max Reinhardt und die PAGU - der Weg zur deutschen Filmkunst', in: 'Die Ufa - auf den Spuren einer großen Filmfabrik', hrsg. Bezirksamt Tempelhof, Berlin 1987, Elefanten Press ISBN 3-88520-225-5).

 

 

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