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Titania Palast "Auf einem annäherend 2700 Quadratmeter großen Eckgrundstück [Schloßstraße 4-5 - Gutsmuthstraße 28] errichten die Architekten [Schöffler, Schloenbach, Jacobi] 1926-27 den Titania-Palast, ein auch für Konzert- und Theateraufführungen geeignetes Kino mit modernster technischer Ausstattung und eindrucksvoller Lichtwirkung. Insbesondere der etwa dreißig Meter hohe Beleuchtungsturm mit seinen 27 Lichtringen an der Gebäudeecke, der nachts weithin sichtbar erstrahlt, avanciert zum Inbegriff von Kinoarchitektur," schreibt Mathias Siebert in 'Kinoarchtitektur in Berlin 1895-1995, ISBN 3-496-01129-7 . Der Titania-Palast in Steglitz bot 2071 Sitzplätze und wurde am 26. Januar 1928 mit dem Film 'Sprung ins Glück', in dem Carmen Boni mitspielte, eröffnet. "Den Zuschauerraum im Paterre verkleidet ein Mahagoni-Paneel in Hochglanzpolitur ... Drei parabolisch geschwungene Bogenprofile, zwischen denen Orgelpfeifen ornamental hervorschauen, rahmen die Bühne mit ihrem königsblauen Samtvorhang. Davor bietet ein großzügiger Orchestergraben etwa 70 Musikern Platz und eine Lichtorgel sorgt für eine der Musik entsprechende farbige Untermalung," weiß Mathias Siebert a.a.O. Hier gibt es 'Titanic' Die grosse Sensation und 'Arche Noah' 1930 zu sehen. Ebenso läuft hier Stanley Kubriks 197 Minuten langer 'Spartacus' 1960 mit Kirk Douglas, Laurence Oliver, Charles Laughton, Peter Ustinov, Tony Curtis und über 10.000 anderen Menschen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der unzerstörte Titania Palast ein wichtiges Zentrum des gesellschaft-lichen und kulturellen Lebens in Berlin. Die Berliner Philharmoniker gaben hier wieder Konzerte, die Freie Universität gründete sich in diesem Haus, das auch Operettentheater und erster Berlinalestandort war. |
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