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Das Berliner Kino Marmorhaus am Kurfürstendamm 236
ist schon vom Straßenbild
her ein auffälliges, kühles, elegantes
Gebäude. Auch dieses Haus war dem gehobenen, wilhelmischen
Publikum zu gedacht. So eröffnete man das Haus .......
Dieses Publikum goutierte in den 1910er und 1920er
Jahren hier dann auch Militärkomödien.
" Das Berliner Marmorhaus hat für Militär-Lustspiele
eine ganz besondere Vorliebe, und auch das dortige Berlin-W-Publikum
schwärmte schon immer für das zweierlei Tuch im Film,
trotzdem oder vielleicht gerade weil es jetzt nur einfach feldgrau
ist -. Hier wurde 'Fräulein Leutnant' dem Publikum vorgestellt,
hier wurde 'Fräulein Feldgrau' vor die Front gebracht, und
hier lernt dasselbe Berlin-W.-Publikum auch den dritten Leutnant
kennen, der ebenfalls der Tradition entsprechend dem angenehmen
weiblichen Geschlecht angehört und diesmal sogar ehelich
dem Hauptdarsteller gehört ," schreibt der Kritiker der
Licht- Bild-Bühne am 23.1.1915. Star in vielen dieser feldgrauen Lustspiele war Anna Müller-Lincke. Ab November 1924 war dieses renommierte Kino im Besitz der Phoebus- Film- AG, der es jedoch mit seinen 626 Sitzplätzen als Haupturauffüh-rungstheater zu klein war. Das Marmorhaus wurde 1927/28 , 1950 und 1960/61 umgebaut, 1972-1975 erfolgte der Einbau mehrerer Kleinkinos.
Weiterführende Texte siehe: |
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