STADTPLANAUSSCHNITT
JENER JAHRE

IFA-ATELIER

Das 'IFA-ATELIER' im Schloß Schönholz wird ca. 1922 gegründet.
Es ist ein Kunstlicht-Atelier vom etwa 800qm, bei ca. 40m Baulänge und
15m in der Höhe. Dazu gehört ein Außengelände.
"Für die von Ihm im November 1921 mitbegründete Internationale Film AG (Ifa) baut der Regisseur und Produzent Rudolf Meinert das Schloß Schönholz bei Pankow zu einem Atelier um
. Im Sommer 1928 entsteht hier unter der Regie von Max Mack nach dem Tri-Ergon-System der erste Sprech-Spielfilm: EIN TAG FILM, 20 Minuten lang," schreibt Hand-Michael Bock in '...Film...Stadt...Kino...Berlin...', a.a.O.,1987.
Und 'Die Filmwoche' vom 29.8.1928 merkt an:" ... wie auf der Sprechbühne wird der Akzent einer jeden Silbe erwogen. Und die Darsteller (es sind Georgia Lind und Trude Lehmann aufgeboten) müssen sogar die Höhe ihrer Stimme, die Tonlage Ihrer Sprache im Ohre behalten, wenn der Aufnahmeapparat zur Naheinstellung ein wenig verschoben und neueingestellt wird. ... Es ist eine Heidenarbeit, die hier geleistet wird: ... eine ungemein fesselnde technische Arbeit !" Wahrscheinlich wurde das Atelier nach Eröffnung des Konkursverfahrens der Ifa im November 1928 nicht weiter benutzt und auch schon wenige Jahre später abgerissen . Jedenfalls ist es dem 1935 im zwei Kilometer entfernten Wilhelmsruh (siehe Lunik) geborenen, heutigen Heimatphotographen und Photo-Antiquariatsinhaber Manfred Grandé, solang er zurückdenken kann, nicht in Erinnerung.

 

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